
Ihre Aufgabe als Führungskraft ist, wann immer Sie können, das Gefühl der inneren Sicherheit bei Ihren Mitarbeitenden zu erhöhen.
Ein paar Beispiele sollen verdeutlichen, wie Sie als Führungskraft das Gefühl der inneren Sicherheit erhöhen oder reduzieren:
🔺 Autonomie erhöhen:
a) Haben Die Mitarbeitenden ein Mitspracherecht oder nicht? Z.B. darf der verantwortliche Mitarbeiter im Bereich Instandhaltung selbständig entscheiden, solange er im Budgetrahmen bleibt oder nicht?
🔻 Autonomie untergraben:
a) Ansagen wie „Ich möchte, dass du das tust!“
b) Sie untergraben die Autonomie Ihrer Mitarbeitenden, wenn Sie Mikromanagement betreiben.
➕ Status erhöhen:
a) „Ihr habt das bis jetzt ausgezeichnet gemacht und ich bin nicht hier, um euch zu kritisieren oder abzuwerten als neuer Vorgesetzter, sondern um mit euch neue Wege zu finden, wie wir es noch besser machen können.“
➖ Status verschlechtern:
a) Je mehr sie „anschaffen“, desto niedriger wird der Status ihrer Mitarbeitenden.
b) Gibt es noch eigens gekennzeichnete Parkplätze für Vorgesetzte oder etwas Ähnliches? Sie wissen, was ich meine …
c) Status ist relativ. „Bist du wichtiger oder weniger wichtig als ich (geworden)?“, fragt sich unser Gehirn. Und wenn Sie als Führungskraft meinen Status verschlechtert haben, dann fühlt es sich weniger sicher an. Wessen Status hat sich bei Ihnen in Ihrem Team verschlechtert?
🔺 Sicherheit erhöhen:
a) Sind die gegenseitigen Erwartungen zwischen Ihnen und Ihrem Team geklärt? Wenn nicht, dann sollten Sie es nachholen, denn so erhöhen Sie das Gefühl der Sicherheit.
🔻 Sicherheit reduzieren:
a) Sie erhöhen die Unsicherheit, wenn Ziele und Erwartungen nicht geklärt sind.
➕ Zugehörigkeit/Verbundenheit erhöhen:
a) „Bist du auf meiner Seite oder bist du gegen mich?“, fragen sich viele Mitarbeitende, besonders aber, wenn Veränderungen anstehen. Es wäre gut, dies so früh wie möglich zu klären.
b) Sie könnten als Führungskraft etwas über sich selbst auf einer persönlichen Ebene teilen.
➖ Zugehörigkeit/Verbundenheit reduzieren:
a) Ihre Mitarbeitenden wissen gar nichts über Sie? Sie behalten Persönliches ganz für sich? Dann sind die Chancen gering für Zugehörigkeit und Verbundenheit.
🔺 Fairness erhöhen:
a) Sie könnten darauf hinweisen als Führungskraft, dass Sie z.B. mit allen im Team „dieses Gespräch“ geführt haben.
🔻 Fairness untergraben:
a) „Halten Sie gegenüber den Leuten ein, was Sie versprechen?“ Nein? Dann untergraben Sie das Fairnessgefühl.
b) Werden alle in Ihrem Team gleich behandelt?
Vielleicht möchten Sie Ihre Erfahrungen teilen, wie Sie als Führungskraft dafür Sorge tragen, dass Ihr Team Ihnen Aufmerksamkeit schenkt und nicht Ihren Ängsten?

