Foto: Samuel Valasco

Und jetzt stellen Sie sich vor, wie sich das auf Ihr Team auswirkt – täglich.“
Führen ist etwas anders als das Managen von Projekten oder Prozessen. Jedes „Warum hast du das so gemacht?“, jede fehlende Rückmeldung oder jede vage Ansage beeinflusst das soziale Gehirn Ihrer Mitarbeitenden.
Unser Gehirn macht da keinen Unterschied: Eine unsichere Anweisung, fehlende Wertschätzung oder erlebte Ungerechtigkeit löst dieselbe Bedrohungsreaktion aus wie körperlicher Schmerz.
Die Folge? Kreativität wird blockiert. Fokus schwindet. Engagement sinkt. Innovation stirbt. Und das passiert täglich – oft unbemerkt.
Das SCARF-Modell von David Rock zeigt, wie Sie die neurologischen Bedürfnisse Ihrer Mitarbeitenden gezielt ansprechen können, um Stress zu minimieren und Potenzial freizusetzen:
▪️ Status: Geben Sie Wertschätzung. Kleine Gesten haben eine große Wirkung.
▪️ Certainty (Sicherheit): Klare Kommunikation schafft Vertrauen – auch wenn noch nicht alles geklärt ist.
▪️ Autonomy (Autonomie): Freiheit stärkt Motivation. Lassen Sie Entscheidungen zu, wo es möglich ist.
▪️ Relatedness (Verbundenheit): Menschen arbeiten für Menschen. Zeigen Sie echtes Interesse.
▪️ Fairness: Transparent getroffene Entscheidungen bauen Vertrauen auf.
Sie wollen, dass Ihre Mitarbeiter das Gefühl haben, dass die Zusammenarbeit mit Ihnen ein Ort der Belohnung und nicht des Risikos ist? Das beanspruchen Sie ja auch für sich selbst, oder?
Wie können Sie also das Gehirn anderer und Ihr eigenes so beeinflussen, dass Situationen als lohnend und nicht als riskant empfunden werden?
❗ Ihre Aufgabe als Führungskraft ist es, den SCARF-Quotienten zu erhöhen, wann immer Sie können.
💡 Challenge für heute: Wählen Sie nur einen Bereich aus dem SCARF-Modell. Fragen Sie sich: Was kann ich heute tun, um z.B. Sicherheit in meinem Team zu erhöhen? Ein klarer Plan oder ein „Ich halte Sie auf dem Laufenden“ macht oft den Unterschied.
Ausblick:
Im nächsten post erfahren Sie, warum Status oft der unsichtbare gamechanger ist und wie Sie ihn bewusst stärken können. Bleiben Sie dran.
Illustration: Samuel Valasco; Quelle: Eisenberger, Liebermann and Williams, Science, 2003(social pain images) in “Managing with the brain in mind” von David Rock

